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Bügeln: Glanzstellen & Brandflecken vermeiden

Glanzstellen und Brandflecken beim Bügeln entstehen durch zu hohe Temperatur oder falsches Vorgehen. So bügelst du richtig — und rettest bereits entstandene Glanzstellen.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Glanzstellen entstehen, wenn zu heiß gebügelt wird und die Fasern durch Druck plattgedrückt werden. Die Lösung: richtige Temperatur kennen, mit Dampf arbeiten und empfindliche Stoffe umgekehrt bügeln oder ein Bügeltuch verwenden.

Warum entstehen Glanzstellen?

Glanzstellen entstehen, wenn das Bügeleisen zu heiß ist und die Textilfasern durch Druck und Hitze "plattgebügelt" werden. Die Fasern legen sich flach und reflektieren Licht gleichmäßiger — das wirkt glänzend. Bei Wolle und Viskose ist das besonders schnell passiert, da diese Fasern sehr hitzeempfindlich sind.

Brandflecken entstehen, wenn das Bügeleisen zu lange auf einer Stelle bleibt und die Fasern beginnen, sich durch die Hitze zu verändern oder zu verbrennen.

Bügeltemperatur nach Stoff

Auf dem Etikett des Textils steht die maximale Bügeltemperatur als Symbol (Bügelsymbol mit Punkte-Anzahl):

  • 1 Punkt (max. 110 °C): Synthetik (Polyester, Nylon, Acryl) — sehr niedrig, ggf. gar nicht bügeln
  • 2 Punkte (max. 150 °C): Wolle, Seide, Viskose — mit Dampf, immer durch Tuch
  • 3 Punkte (max. 200 °C): Baumwolle, Leinen — hohe Temperatur, Dampf empfehlenswert
  • Durchgestrichenes Bügelsymbol: Nicht bügeln

Glanzstellen vermeiden

  • Umgekehrt bügeln: Empfindliche Stoffe (Wolle, dunkle Farben, Viskose) auf der Innenseite bügeln — die Außenfläche kommt nicht direkt mit dem Bügeleisen in Kontakt.
  • Bügeltuch verwenden: Ein feuchtes, leicht gedämpftes Baumwolltuch zwischen Bügeleisen und Textil legen — schützt empfindliche Stoffe vollständig.
  • Dampf nutzen: Dampf erweicht die Fasern und macht höheren Druck überflüssig — sanfter für das Textil.
  • Bügeleisen in Bewegung halten: Nie auf einer Stelle stehen lassen, besonders bei empfindlichen Stoffen.

Bereits entstandene Glanzstellen entfernen

Frische Glanzstellen lassen sich manchmal noch retten:

  1. Feuchtes Tuch auf die glänzende Stelle legen.
  2. Bügeleisen auf die richtige (niedrige) Temperatur einstellen.
  3. Mit Dampf kurz über das feuchte Tuch fahren — die Feuchtigkeit kann die Fasern manchmal wieder aufstellen.
  4. Abkühlen lassen und mit einer Kleiderbürste gegen den Strich bürsten.

Wenn die Glanzstelle trotzdem bleibt: Bei Wolle hilft manchmal Zitronensaft (10 Minuten einwirken, abwischen) oder Essigwasser. Bei Baumwolle: Natriumperborat-Bleiche (nach Anleitung). Oft lassen sich tiefe Glanzstellen allerdings nicht vollständig rückgängig machen.

Brandflecken

Leichte Brandflecken (gelbliche Verfärbung): Sofort Zitronensaft auftragen und an der Sonne trocknen lassen. Die UV-Strahlung und die Säure bleichen den Fleck aus. Bei dunkleren Brandflecken (Fasern bereits beschädigt): keine Rettung mehr möglich — der Stoff ist an dieser Stelle dauerhaft geschwächt.

Fazit

Temperatur nach Etikett wählen, empfindliche Stoffe umgekehrt oder durch Tuch bügeln, Bügeleisen immer bewegen. Frische Glanzstellen können mit Dampf oft noch gerettet werden.