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Mehrfachsteckdose überlastet — Watt richtig berechnen

Wie viele Geräte darf eine Mehrfachsteckdose tragen? Die maximale Belastung beträgt 3500 Watt — so berechnest du den Verbrauch deiner Geräte und vermeidest Überhitzung.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Eine Standard-Mehrfachsteckdose ist auf maximal 3500 Watt ausgelegt — günstige Leisten mit dünnem Kabel können aber schon bei 2000 Watt überhitzen. Bei Überlastung erhitzt sich das Kabel: das ist ein Brandrisiko. Watt der angeschlossenen Geräte zusammenzählen dauert 2 Minuten.

Dieser Artikel zeigt, wie du die Last einer Mehrfachsteckdose richtig berechnest. Wenn das Verlängerungskabel heiß wird, lies Verlängerungskabel wird heiß. Riecht es verbrannt, schau in Steckdose stinkt nach verbrannt. Für die Sicherung, die dabei auslöst, hilft Sicherung fliegt bei Geräten.

Warum gibt es eine Höchstlast?

Eine Mehrfachsteckdose wird über ein Kabel gespeist, das nur für eine bestimmte Stromstärke ausgelegt ist. Die meisten Haushaltssteckdosen in Österreich sind auf 16 Ampere (A) abgesichert. Bei 230 Volt ergibt das: 16 A × 230 V = 3680 Watt — daher die Daumenregel von maximal 3500 Watt.

Das Kabel der Steckdosenleiste selbst ist oft schwächer als die Wandinstallation. Günstige Leisten mit dünnem Kabel können schon bei 2000 Watt überhitzen.

Watt deiner Geräte berechnen

Auf dem Typenschild jedes Geräts (Rückseite oder Unterseite) steht die Leistungsaufnahme in Watt (W) oder Kilowatt (kW). Einfach die Watt-Zahlen aller angeschlossenen Geräte addieren.

Typische Verbrauchswerte zur Orientierung:

  • Laptop: 45–90 W
  • Monitor: 20–80 W
  • TV (55 Zoll): 80–150 W
  • Drucker (beim Drucken): 300–500 W
  • Kaffeemaschine: 900–1400 W
  • Wasserkocher: 1500–2200 W
  • Toaster: 700–1000 W
  • Elektroheizkörper (Heizlüfter): 1000–2000 W

Beispiel: Laptop (70 W) + Monitor (50 W) + TV (100 W) + Drucker (400 W) = 620 W — kein Problem. Aber: Laptop + Monitor + Wasserkocher (2000 W) + Toaster (900 W) = 3070 W — das ist schon grenzwertig.

Kritische Geräte auf direkte Steckdosen

Geräte mit hohem und dauerhaftem Verbrauch sollten nicht über eine Steckdosenleiste betrieben werden, sondern direkt in die Wandsteckdose:

  • Heizlüfter, Elektroheizungen
  • Wasserkocher und Toaster (wenn gleichzeitig in Betrieb)
  • Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler
  • Mikrowelle

Qualitätsunterschiede bei Steckdosenleisten

Billige Steckdosenleisten aus dem Discount-Handel haben oft zu dünne Kabel (Querschnitt 1,0 mm² statt 1,5 mm²) und keine ordentliche Überspannungsschutz. Wer regelmäßig viele Geräte betreibt, sollte in eine hochwertige Leiste mit Überspannungsschutz, Kinderschutz und ausreichendem Kabelquerschnitt (mindestens 1,5 mm²) investieren.

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Keine Mehrfachsteckdosen kaskadieren

Mehrfachsteckdose in Mehrfachsteckdose stecken ("kaskadieren") ist gefährlich und in Österreich nicht zulässig. Die Sicherheitsmechanismen der ersten Leiste greifen dann nicht mehr richtig.

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Achtung – Fachbetrieb

Wenn die vorhandenen Wandsteckdosen dauerhaft nicht ausreichen, sollte eine neue fest installierte Steckdose von einem konzessionierten Elektriker eingebaut werden. Provisorien mit mehreren Leisten erhöhen das Brandrisiko dauerhaft.

Wann zum Elektriker?

Wenn du dauerhaft zu viele Geräte in einem Raum betreiben musst und die vorhandenen Steckdosen nicht ausreichen, ist die richtige Lösung eine fachgerecht installierte neue Steckdose — nicht eine weitere Steckdosenleiste. Das erledigt ein Elektriker.

Fazit

Watt der Geräte zusammenzählen und unter 3500 W bleiben — das reicht als Grundregel. Heizlüfter, Wasserkocher und Toaster gehören direkt an die Wandsteckdose, nicht in die Leiste.