Heizkörper verliert Wasser — Sofortmaßnahmen & Ursachen
Pfütze unter dem Heizkörper, nasse Wände oder tropfende Verbindungsstücke? So reagierst du richtig und findest die Ursache des Lecks.
Inhaltsverzeichnis
Sofortmaßnahme bei starkem Leck
Bei größerem Wasseraustritt sofort beide Ventile am Heizkörper zudrehen (Thermostatventil und Rücklaufventil) und einen Heizungsbauer rufen. Wasser auf Böden oder in Wänden verursacht schnell teuren Schaden.
Wo genau tritt das Wasser aus?
Bevor du handelst, lokalisiere das Leck genau. Wische die nasse Stelle trocken, lege ein Papiertuch hin und beobachte, wo zuerst Wasser auftritt. Die häufigsten Lecks sitzen an bestimmten Stellen — und die Lösung ist jeweils eine andere.
Ursache 1: Tropfen am Thermostatventil
Das Thermostatventil hat innen eine Gummidichtung (Stopfbuchse), die mit der Zeit spröde wird. Sie tropft dann beim Drehen des Thermostats oder dauerhaft. Das Ventil muss in diesem Fall von einem Heizungsbauer abgesperrt und die Dichtung oder das gesamte Ventilgehäuse getauscht werden.
Als kurzfristige Maßnahme: Überwurfmutter am Ventil leicht anziehen — manchmal reicht das, um eine kleine undichte Stelle zu schließen. Nicht zu fest, Messing ist weich.
Ursache 2: Tropfen am Entlüftungsventil
Wenn das Entlüftungsventil oben am Heizkörper tropft, ist entweder die Dichtung des Ventils defekt oder es wurde beim letzten Entlüften nicht fest genug geschlossen. Versuch: Ventil mit dem Entlüftungsschlüssel noch etwas fester anziehen. Hört es nicht auf zu tropfen, muss das Entlüftungsventil ausgetauscht werden — ein kleines, günstiges Teil (2–5 €), aber der Heizkörper muss dafür kurz abgesperrt werden.
Ursache 3: Tropfen an Rohrverbindungen
Die Verbindungsstücke zwischen Rohr und Heizkörper (Verschraubungen, Klemmringe) können nach Jahren undicht werden — vor allem wenn sie aus Kunststoff sind oder wenn an den Rohren gearbeitet wurde. Kleine Tropfen können manchmal mit Heizungsklebeband (Teflonband) oder speziellem Heizungsdichtungsmittel (wird ins Heizungswasser gegeben) temporär abgedichtet werden. Dauerhaft muss die Verschraubung neu abgedichtet oder getauscht werden — Klempner.
Ursache 4: Heizkörper selbst ist undicht (Loch oder Riss)
Alte Stahlheizkörper können innen korrodieren und schließlich ein Loch bekommen. Du erkennst das an Rostflecken auf dem Heizkörper oder an Wasser, das direkt aus der Fläche tritt. Ein undichter Heizkörper muss ausgetauscht werden — Reparaturen halten selten dauerhaft. Kosten für einen neuen Plattenheizkörper: 50–300 € je nach Größe, plus Montage.
Wasserschaden verhindern
Selbst ein kleines, langsames Leck kann in Wänden und Böden großen Schaden anrichten — Schimmel, gequollenes Parkett, beschädigte Decken im Stockwerk darunter. Wenn du ein Leck entdeckst, handel deshalb immer zeitnah, auch wenn es noch klein ist. Eine nasse Wand hinter dem Heizkörper sollte immer von einem Fachbetrieb untersucht werden.
Fazit
Entlüftungsventil tropft? Festziehen oder tauschen — einfachste Lösung. Thermostatventil oder Rohrverschraubung undicht? Heizungsbauer — dort ist Absperren nötig. Heizkörper selbst undicht? Tauschen. Je schneller du handelst, desto geringer der Folgeschaden.