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Mahlgrad verstellt sich von selbst — so bleibt er stabil

Mahlgrad ändert sich ungewollt und Kaffeequalität schwankt? Typische Ursachen und Tricks für stabile Einstellungen.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Wer den Mahlgrad im Stillstand verstellt oder nach dem Wechsel der Bohnensorte nicht neu kalibriert, bekommt schwankende Kaffeequalität. Die wichtigste Regel: Mahlgrad immer nur bei laufendem Mahlwerk ändern — nie im Stillstand.

Grundregel: Mahlgrad nur bei laufendem Mahlwerk verstellen

Das ist der häufigste Fehler und gleichzeitig die wichtigste Regel beim Kaffeevollautomaten: Den Mahlgrad niemals im ausgeschalteten Zustand oder zwischen den Bezügen verändern. Bei den meisten Geräten kann das die Mahlscheiben verklemmen oder dauerhaft beschädigen.

Die richtige Vorgehensweise: Einen Bezug starten, und während das Mahlwerk mahlt, die Einstellung an der Mahlgradverstellung drehen. So greifen die Scheiben gleichmäßig und die neue Einstellung wird ohne Blockierung übernommen.

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Wichtig

Bei manchen Modellen (z. B. Jura) ist der Mahlgrad über ein Menü einstellbar und darf nur über das Display geändert werden — nicht mechanisch. Die Bedienungsanleitung klärt das im Zweifelsfall.

Verstellrichtung richtig verstehen

Je nach Gerätebauart gibt es zwei Arten der Mahlgradverstellung:

  • Schraube oder Rad am Bohnenmagazin: Drehen im Uhrzeigersinn = feiner, gegen den Uhrzeigersinn = gröber (oder umgekehrt — auf die Beschriftung am Gerät achten).
  • Knopf oder Schieberegler: Oft mit Symbolen (wenige Körner = fein, viele Körner = grob) gekennzeichnet.

Am besten die Ausgangsposition notieren, bevor man die erste Einstellung verändert. So lässt sich bei Bedarf leicht zur Ausgangsstellung zurückfinden.

Einstellung wirkt erst nach 2–3 Bezügen

Viele erwarten eine sofortige Wirkung und drehen deshalb mehrfach nach. Das führt zu Überkorrektur und Verwirrung. Tatsächlich dauert es 2–3 Bezüge, bis sich die neue Mahlgradeinstellung vollständig auf den Kaffee auswirkt — weil noch altes, feiner oder gröber gemahlenes Pulver im System ist.

Tipp: Nur eine Stufe auf einmal verändern. Dann 2–3 Bezüge machen und erst dann erneut beurteilen, ob weitere Anpassung nötig ist.

Bohnenqualität schwankt — Mahlgrad anpassen

Selbst wenn du immer dieselbe Kaffeesorte kaufst, kann die Qualität zwischen verschiedenen Chargen schwanken. Röstgrad, Erntejahr und Lagerbedingungen beeinflussen, wie das Mahlwerk die Bohnen verarbeitet. Wird der Kaffee auf einmal wässriger oder bitterer als gewohnt, kann eine Mahlgradanpassung helfen — auch ohne dass du etwas am Gerät verändert hast.

  • Kaffee zu wässrig, läuft zu schnell durch: Mahlgrad feiner stellen
  • Kaffee zu bitter oder kommt kaum: Mahlgrad gröber stellen
  • Neue Bohnensorte: Einstellung von Grund auf neu einjustieren

Wenn nichts mehr hilft: Mahlscheiben abgenutzt

Wenn der Kaffee trotz mehrfacher Anpassung ungleichmäßig schmeckt und der Mahlgrad sich kaum mehr auswirkt, können die Mahlscheiben glatt geworden sein. Das ist ein normaler Verschleiß nach vielen Tausend Bezügen. In diesem Fall ist ein Service durch den Kundendienst sinnvoll — neue Mahlscheiben machen den Automaten wie neu.

Zusammenfassung: Mahlgrad stabil halten

  1. Mahlgrad nur bei laufendem Mahlwerk verstellen.
  2. Nur eine Stufe auf einmal ändern.
  3. 2–3 Bezüge abwarten, bevor du die Wirkung beurteilst.
  4. Bei neuen Bohnen oder neuer Charge neu einstellen.
  5. Ausgangsposition notieren.
  6. Bei dauerhaft instabiler Mahlqualität: Mahlscheiben prüfen lassen.