Kaffeevollautomat verliert Wasser — Woher kommt es?
Tropfschale füllt sich schnell oder Wasser läuft aus dem Gehäuse? So findest du die Ursache.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
Nicht jede Pfütze unter dem Vollautomaten ist ein Defekt. Zuerst prüfen, ob es normales Spülwasser aus der Tropfschale ist. Läuft Wasser aus dem Gehäuse, ist sofortige Handlung nötig — Stecker raus und Ursache suchen.
Ist das überhaupt ein Problem?
Vollautomaten produzieren beim normalen Betrieb Wasser, das in die Tropfschale läuft. Das ist kein Defekt: Nach jedem Aufheizen spült die Maschine kurz durch, Restkaffee aus der Brühgruppe landet in der Tropfschale, und auch der Dampfstab gibt nach der Benutzung Kondenswasser ab. Diese Tropfschale füllt sich je nach Nutzungsintensität unterschiedlich schnell.
Erste Frage: Kommt das Wasser aus der Tropfschale — oder aus dem Gehäuse?
Szenario 1: Tropfschale füllt sich schnell
Wenn sich die Tropfschale deutlich schneller als gewohnt füllt, kann das auf eine undichte Dichtung an der Brühgruppe hinweisen. Wasser, das eigentlich in die Tasse sollte, läuft an der Seite der Brühgruppe vorbei und landet in der Tropfschale.
Prüfen: Tasse unter den Auslass stellen und Bezug starten. Kommt weniger in die Tasse als erwartet und läuft gleichzeitig viel in die Tropfschale? Dann Dichtung der Brühgruppe prüfen.
Dichtung der Brühgruppe prüfen
Die Gummidichtung am oberen Abschluss der Brühgruppe dichtet den Brühraum nach oben ab. Sie ist ein Verschleißteil und muss nach einigen Jahren oder bei starker Nutzung ausgetauscht werden. Anzeichen für eine defekte Dichtung: rissig, hart, verformt.
Lösung: Bei vielen Modellen kann die Dichtung der Brühgruppe als Ersatzteil bestellt werden. Beim Kundendienst oder in Vollautomaten-Foren nach dem passenden Wartungskit suchen.
Szenario 2: Wasser läuft aus dem Gehäuse
Wenn Wasser seitlich, hinten oder unten aus dem Gehäuse austritt und nicht über die Tropfschale abgeleitet wird, handelt es sich um ein ernsthafteres Problem. Mögliche Ursachen:
- Wassertank nicht richtig eingesetzt: Der Anschluss zwischen Tank und Maschine ist nicht vollständig gedichtet. Tank herausnehmen und fest einrasten lassen.
- Interne Schlauchverbindung undicht: Ein Schlauch im Inneren des Geräts hat eine undichte Stelle. Das kann durch Materialermüdung oder Kalkschäden entstehen.
- Wassertank selbst gerissen: Sichtbar prüfen — Risse oder Haarrisse im Tank.
Sicherheit geht vor — sofort vom Strom!
Wenn Wasser sichtbar aus dem Gehäuse austritt, das Gerät sofort ausschalten und den Stecker ziehen. Wasser und Strom sind eine gefährliche Kombination. Das Gerät erst wieder einschalten, wenn die Ursache gefunden und behoben wurde — im Zweifel Fachmann hinzuziehen.
Szenario 3: Wassertank leert sich ohne Bezüge
Wenn der Wassertank sich leert, obwohl keine Bezüge gemacht werden, gibt es ein internes Leck. Das Wasser läuft entweder in die Tropfschale oder sammelt sich im Inneren des Geräts.
In diesem Fall: Gerät ausschalten, Stecker ziehen, Tank leeren und Gerät für den Kundendienst vorbereiten. Ein internes Leck erfordert in aller Regel Fachhand.
Schritt-für-Schritt Diagnose
- Tropfschale entnehmen und leeren — Füllstand notieren.
- Wassertank herausnehmen, prüfen und fest einrasten lassen.
- Bezug starten und beobachten: Woher kommt das Wasser?
- Brühgruppe entnehmen und Dichtungsring prüfen (Risse, Verhärtung).
- Gehäuse nach außen sichtbaren Leckagen absuchen.
- Bei Austritt aus dem Gehäuse: Stecker ziehen, Kundendienst.
Fazit
Die meisten Wasserlecks bei Vollautomaten haben eine klare Ursache: eine verschlissene Dichtung, ein nicht richtig eingesetzter Tank oder eine lose Schlauchverbindung. Wichtig ist, zuerst zu klären, woher das Wasser kommt — dann ist die Lösung meistens schon halbwegs klar.