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Wasserkocher tropft — Dichtung oder Riss?

Wasserkocher verliert Wasser? Ob Dichtung, Ausguss oder Riss — so findest du die Leckagestelle.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Ein tropfender Wasserkocher hat meistens eine undichte Dichtung am Ausguss oder am Boden. Sichtbare Risse im Kunststoff sind ein Sicherheitsrisiko und bedeuten: sofort außer Betrieb nehmen. Dichtungen lassen sich oft günstig ersetzen.

Zuerst: Leckagestelle lokalisieren

Bevor du weißt, was zu tun ist, musst du wissen, wo das Wasser herkommt. Trockne den Kocher vollständig ab und befülle ihn kalt (nicht erhitzen!). Halte ihn über die Spüle und beobachte genau, wo die ersten Tropfen erscheinen.

  • Ausguss: Tropfen kommen beim Gießen oder dauerhaft aus der Schnauze.
  • Boden: Wasser erscheint unter dem Kocher, oft an der Naht zwischen Boden und Gehäuse.
  • Griff oder Seite: Oft ein Riss im Gehäuse.
  • Deckel: Wasser läuft beim Befüllen oder beim Kochen aus dem Deckelbereich.
  • Basis-Anschluss: Tropfen erscheinen rund um den Bodenkontakt zur Basis.

Dichtung am Ausguss

Bei vielen Wasserkochern sitzt am Inneren des Ausgusses eine kleine Gummidichtung, die verhindert, dass Wasser seitlich austritt. Diese Dichtung kann durch Kalk, Hitze oder Alterung spröde werden und undicht werden.

Die gute Nachricht: Ausguss-Dichtungen sind in der Regel günstige Ersatzteile (1–3 Euro) und lassen sich selbst tauschen, wenn man etwas handwerkliches Geschick mitbringt. Beim Hersteller oder auf Ersatzteilportalen nach dem Modell suchen.

Kalk kann Dichtungen angreifen und porös machen. Regelmäßiges Entkalken verlängert die Lebensdauer der Dichtungen erheblich.

Risse im Kunststoffgehäuse

Haarrisse oder Brüche im Kunststoff entstehen durch Herunterfallen, Überhitzung (z. B. ohne Wasser erhitzt) oder einfachen Materialverschleiß nach vielen Jahren.

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Sicherheitsrisiko: sofort außer Betrieb nehmen

Ein Wasserkocher mit einem Riss im Gehäuse darf nicht weiter benutzt werden. Wasser und Strom in unmittelbarer Nähe sind lebensgefährlich. Risse lassen sich nicht sicher und dauerhaft reparieren — das Gerät muss ersetzt werden.

Basis-Anschluss tropft

Wenn Wasser rund um den Bodenkontakt austritt, kann das an einer undichten Dichtung zwischen Boden und Heizplatte liegen, oder an Kalkablagerungen, die die Dichtfläche verformen haben. In diesem Fall:

  1. Kocher entkalken — manchmal löst sich das Problem dadurch bereits.
  2. Basis-Kontakte und Bodenfläche trocken reinigen.
  3. Wenn das Wasser nicht aus dem Kocher selbst, sondern aus der Basis läuft: Basis überprüfen (Spritzwasser kann sich angesammelt haben).

Tropft es dauerhaft aus der Basis-Verbindung, ist meist die Bodendichtung des Kochers defekt. Bei günstigen Geräten ist hier ein Neukauf oft wirtschaftlicher als eine Reparatur.

Deckel dichtet nicht richtig

Wenn beim Befüllen oder beim Kippen zum Ausgießen Wasser aus dem Deckelbereich austritt, sitzt die Deckeldichtung nicht mehr richtig. Deckel reinigen (Kalk!), Dichtung auf Schäden prüfen. Bei manchen Modellen lässt sich die Deckeldichtung unkompliziert austauschen.

Kalk als unterschätzter Faktor

Kalk ist nicht nur ein optisches Problem — er kann Dichtungen verformen, Materialien angreifen und Spalten zwischen Bauteilen vergrößern. Regelmäßiges Entkalken alle 4–8 Wochen (je nach Wasserhärte) ist die beste Prävention gegen Leckagen.

Zusammenfassung

  • Leckagestelle bei kaltem Wasser lokalisieren.
  • Ausguss-Dichtung: günstiger Ersatzteil, oft selbst tauschbar.
  • Riss im Kunststoff: sofort außer Betrieb nehmen, kein Reparaturversuch.
  • Basis-Leckage: entkalken, Dichtung prüfen.
  • Regelmäßiges Entkalken schützt alle Dichtungen.