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Tür quietscht — richtig ölen ohne Sauerei

Quietschende Tür? Das richtige Schmiermittel am richtigen Scharnier macht dauerhaft Schluss mit dem Geräusch — ohne Flecken auf dem Boden.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Quietschendes Scharnier braucht Schmierung. WD-40 löst zwar kurzzeitig das Quietschen, ist aber kein dauerhaftes Schmiermittel. Besser: Haushaltsöl, Vaseline oder Bienenwachs — die halten länger und machen keine Flecken.

Warum quietscht ein Scharnier?

Scharniere bestehen aus Metall-auf-Metall-Kontaktflächen, die sich beim Öffnen und Schließen aneinander reiben. Ohne Schmierung (oder wenn alte Schmierung ausgetrocknet ist) entsteht das typische Quietschen. Rost, Schmutz und Abrieb verstärken das Problem.

Das richtige Scharnier finden

Bei mehreren Scharnieren muss zuerst das quietschende gefunden werden. Am besten: einen Helfer die Tür langsam bewegen lassen, während man selbst an den Scharnieren entlanggreift. Das Scharnier, das beim Reibungskontakt vibriert, ist der Verursacher.

Schmiermittel im Vergleich

WD-40 — nur als temporäre Lösung

WD-40 ist eigentlich ein Verdränger und Löser, kein dauerhaftes Schmiermittel. Es löst Rost und alten Schmutz sehr gut auf, trocknet aber schnell aus. Quietschen kommt nach kurzer Zeit zurück.

Sinnvoll als erster Schritt: WD-40 einsprühen, Scharnier mehrfach bewegen (löst Rost und alten Schmutz), dann mit einem dauerhaften Schmiermittel nachbehandeln.

Haushaltsöl (Nähmaschinenöl, Speiseöl)

Nähmaschinenöl ist ideal — dünnflüssig, bleibt lange haften, hinterlässt kaum Flecken. Speiseöl (z.B. Olivenöl) funktioniert als Notlösung, harzt aber langfristig aus.

Anwendung: Einen Tropfen Öl direkt auf den Scharnierstift geben, Tür mehrfach bewegen, Überschuss abwischen.

Vaseline oder Schmierfett

Vaseline hält länger als Öl und tropft nicht. Ideal für Scharniere, die keine genaue Dosierung brauchen. Mit einem Finger oder einem alten Lappen direkt auf die Reibfläche auftragen.

Bienenwachs oder Kerze

Eine Haushaltskerze (weißes Wachs) direkt am Scharnierstift reiben — das gibt eine saubere, trockene Schmierung ohne Flecken. Besonders gut für saubere Umgebungen oder weiße Türen.

So gehst du vor: sauber und effektiv

  1. Zeitungsblatt oder Tuch unterlegen — Schützt den Boden vor Öltropfen.
  2. Tür mit Keil fixieren — Damit sie während der Arbeit nicht zufällt.
  3. Schmiermittel am Scharnierstift aufbringen — Sparsam, gezielt.
  4. Tür mehrfach öffnen und schließen — Das verteilt das Schmiermittel in alle Kontaktflächen.
  5. Überschuss abwischen — Mit einem alten Tuch.

Wann zum Fachmann?

Wenn das Scharnier stark verrostet oder verbogen ist und die Tür deswegen nicht mehr richtig schließt, muss das Scharnier ausgetauscht werden. Das ist eine Aufgabe für einen Schlosser oder Tischler.

Fazit

WD-40 zum Lösen, Nähmaschinenöl oder Vaseline zum dauerhaften Schmieren. Tür mehrfach bewegen, Überschuss abwischen — kein Quietschen mehr.