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Trockner trocknet sehr langsam — Ursachen & Tipps

Ein Programm, das doppelt so lang dauert wie normal? Diese Ursachen stecken dahinter — und so behebst du das Problem schnell.

Inhaltsverzeichnis
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Auf einen Blick

Langsames Trocknen entsteht meist durch schlechte Luftzirkulation: verstopftes Flusensieb, verdreckter Wärmetauscher oder ein geknickter Abluftschlauch. In den meisten Fällen lässt sich das selbst beheben.

Mögliche Ursachen

1. Flusensieb nicht gereinigt

Das Flusensieb sollte nach jedem Trocknergang gereinigt werden. Ist es verstopft, kann die Luft nicht frei zirkulieren — das Gerät arbeitet ineffizient und braucht deutlich länger. In manchen Fällen verlängert sich die Trockenzeit um das Doppelte.

2. Wärmetauscher (Kondensator) verschmutzt

Bei Kondenstrocknern und Wärmepumpentrocknern sitzt hinter dem Flusensieb ein Wärmetauscher. Dieser verstopft langsam mit feinen Flusen, die das Flusensieb passiert haben. Die Folge: schlechte Heizleistung, lange Trockenzeiten.

Reinigung: Wärmetauscher herausziehen (meistens unten am Gerät), unter lauwarmem Wasser abspülen und gut trocknen lassen, bevor du ihn wieder einsetzt.

3. Überfüllte Trommel

Zu viel Wäsche auf einmal verhindert, dass die warme Luft gleichmäßig zirkulieren kann. Faustregel: Die Trommel maximal zu zwei Dritteln füllen — schwere Wäsche wie Handtücher oder Jeans noch weniger.

4. Abluftschlauch geknickt oder zu lang (Ablufttrockner)

Beim Ablufttrockner muss die feuchte Luft nach draußen abgeleitet werden. Ein geknickter, gequetschter oder zu langer Schlauch (mehr als 4–5 m) bremst den Luftstrom erheblich. Prüfe auch, ob sich am Wandanschluss Flusen angesammelt haben.

5. Wäsche zu nass eingelegt

Wäsche, die beim Schleudern nicht gut genug ausgeschleudert wurde (z.B. bei defekter Waschmaschine oder zu niedriger Schleuderdrehzahl), braucht wesentlich länger im Trockner. Empfehlung: mindestens mit 1.200 U/min schleudern.

6. Gerät zu alt oder Heizleistung nachgelassen

Ältere Trockner — besonders solche ohne Wärmepumpe — verlieren über die Jahre an Effizienz. Ein nachlassendes Heizelement oder ein schwächelnder Kompressor (bei Wärmepumpengeräten) kann die Trockenzeit merklich verlängern.

Schnell-Check: Woran liegt es bei mir?

  1. Flusensieb prüfen — ist es sauber?
  2. Wärmetauscher prüfen — wann wurde er zuletzt gereinigt?
  3. Füllmenge prüfen — ist die Trommel zu voll?
  4. Schleuderdrehzahl der Waschmaschine prüfen — mindestens 1.000–1.200 U/min?
  5. Abluftschlauch (falls vorhanden) auf Knicke prüfen.

Tipps für schnelleres Trocknen

  • Trocknerbälle aus Wolle oder Gummi in die Trommel geben — sie lockern die Wäsche auf und verbessern die Luftzirkulation.
  • Ähnliche Materialien zusammen trocknen (z.B. Baumwolle separat von Synthetik).
  • Schwere Teile (Jeans, Hoodies) separat oder in kleinerer Menge trocknen.
  • Regelmäßige Wartung — einmal im Monat den Wärmetauscher reinigen.

Fazit

In den meisten Fällen ist ein langsamer Trockner kein technisches Defekt, sondern ein Wartungsproblem. Flusensieb und Wärmetauscher reinigen, Füllmenge reduzieren — und das Programm läuft wieder in normaler Zeit durch.