Waschmaschine entkalken — wie oft & womit?
Kalk schadet der Waschmaschine und erhöht den Stromverbrauch. So entkalkst du richtig — mit Hausmitteln oder Spezialreinigern.
Inhaltsverzeichnis
Faustregel
Bei hartem Wasser (Wasserhärte Grad 3–4, wie in vielen Teilen Österreichs) alle 2–3 Monate entkalken. Bei weichem Wasser reicht 2x pro Jahr.
Warum ist Entkalken wichtig?
Kalk setzt sich vor allem auf dem Heizstab ab — dem teuersten Teil der Maschine. Schon eine dünne Kalkschicht erhöht den Stromverbrauch spürbar, weil mehr Energie nötig ist, um das Wasser aufzuheizen. Langfristig kann der Heizstab durch zu viel Kalk durchbrennen.
Wasserhärte in Österreich herausfinden
Die Wasserhärte kannst du auf der Website deines lokalen Wasserversorgers nachschauen oder beim Gemeindeamt anfragen. Wien hat relativ weiches Wasser, Niederösterreich und die Steiermark oft hartes — dort ist regelmäßiges Entkalken besonders wichtig.
Womit entkalken?
Hausmittel: Zitronensäure
100–150 g Zitronensäurepulver direkt in die Trommel geben (nicht ins Waschmittelfach). Einen 60 °C-Waschgang ohne Wäsche laufen lassen. Günstig, umweltfreundlich und sehr effektiv. Achtung: Kein Essig verwenden — er kann Gummidichtungen angreifen.
Spezialreiniger
Produkte wie Calgon, Dr. Beckmann oder Miele Care lassen sich direkt ins Waschmittelfach geben. Sie wirken oft etwas gleichmäßiger als Hausmittel und sind einfacher in der Anwendung — kosten aber mehr.
Schritt für Schritt
- Trommel ist leer — keine Wäsche einlegen.
- Zitronensäure direkt in die Trommel schütten.
- Waschprogramm bei 60 °C starten (Vorwäsche aus, kein Schleudern nötig).
- Nach dem Lauf: Trommel und Dichtung mit einem feuchten Tuch abwischen.
- Einen kurzen Nachspülgang starten, um Rückstände zu entfernen.
Kalkschutz im Alltag
Calgon-Tabs oder ähnliche Produkte bei jedem Waschgang zugeben verlangsamen die Kalkbildung dauerhaft. Alternativ: einfach Zitronensäurepulver regelmäßig beigeben. So muss man seltener einen vollständigen Entkalkungslauf durchführen.