Waschmittel oder Weichspüler bleibt in der Schublade — Ursachen & Lösungen
Waschmittel oder Weichspüler werden nicht aus der Einspülkammer gespült? Diese Ursachen stecken dahinter und so reinigst du die Schublade richtig.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
Verkalkter Wassereinlass oder eine verstopfte Einspülkammer sind fast immer die Ursache. Eine gründliche Reinigung der Schublade und des Einlaufbereichs behebt das Problem in den meisten Fällen dauerhaft.
Symptome
Nach dem Waschgang findest du noch Waschmittelreste oder flüssigen Weichspüler in der Einspülschublade. Manchmal läuft die Kammer auch über. Die Wäsche wurde möglicherweise nicht richtig gewaschen oder riecht nicht nach Weichspüler, obwohl du welchen eingefüllt hast.
Warum Waschmittel und Weichspüler unterschiedlich eingespült werden
Die Einspülkammer ist in drei Bereiche unterteilt: Vorwäsche, Hauptwäsche und Weichspüler. Waschmittel wird zu Beginn des Programms mit Wasser aus dem Einlassbereich oben in die Kammer gespült. Weichspüler sitzt in einem separaten Fach mit einem Siphon und wird erst beim Spülgang eingespült — durch einen gezielten Wasserschwall von oben.
Wenn der Wasserstrahl zu schwach ist oder der Einlass verkalkt ist, bleibt das Mittel einfach liegen.
Mögliche Ursachen
1. Einspülkammer verkalkt oder verschmutzt
Mit der Zeit setzen sich Kalkablagerungen, Waschmittelreste und Schimmel in der Schublade fest. Der Wassereinlass oben wird enger und der Wasserdruck reicht nicht mehr aus, um die Mittel vollständig auszuspülen.
Lösung: Schublade vollständig herausziehen (kleinen Druckknopf oder Lasche drücken), unter warmem Wasser abschraubbürsten und einweichen. Den Hohlraum hinter der Schublade mit einem Tuch und altem Zahnbürste reinigen.
2. Wassereinlass-Düsen verkalkt
Oben im Einspülschacht sitzen kleine Düsen oder Schlitze, durch die das Wasser in die Schublade strömt. Diese können durch Kalk zugesetzt sein. Du erkennst das daran, dass kaum Wasser in die Kammer fließt, wenn du das Programm startest und die Schublade beobachtest.
Lösung: Düsen mit einem Zahnstocher oder einer alten Zahnbürste und Entkalkungsmittel (oder Essig-Wasser-Gemisch) reinigen.
3. Zu viel Waschmittel eingefüllt
Wird die Kammer zu voll befüllt, kann das Mittel nicht vollständig ausgespült werden — besonders bei Pulverwaschmitteln, die verklumpen. Halte dich an die Markierungslinie in der Schublade.
4. Weichspüler-Siphon verstopft
Das Weichspülerfach hat einen kleinen eingebauten Siphon (ein Röhrchen in der Mitte des Fachs), der verhindert, dass der Weichspüler vorzeitig ausläuft. Dieser Siphon kann sich durch eingedickten Weichspüler oder Kalk verstopfen.
Lösung: Siphon-Einsatz herausnehmen (meist einfach herausziehbar), unter warmem Wasser spülen und mit Zahnbürste reinigen.
5. Falsches Waschmittel für die Schublade
Flüssigwaschmittel und Weichspüler in Kapseln oder Tabs gehören direkt in die Trommel — nicht in die Schublade. In der Schublade verbleiben sie und werden nicht korrekt ausgespült. Kapseln immer direkt zur Wäsche in die Trommel legen.
Schritt-für-Schritt: Einspülkammer reinigen
- Schublade herausziehen — Druckknopf oder Lasche drücken, ganz herausziehen.
- In warmem Wasser einweichen — 15–20 Minuten, dann mit Bürste schrubben.
- Siphon herausnehmen und reinigen — separates Einsatzröhrchen im Weichspülerfach.
- Schacht hinter der Schublade reinigen — Tuch + Zahnbürste, auf Kalkablagerungen und Düsen achten.
- Alles wieder einsetzen — Schublade einrasten lassen.
- Testlauf — ein Programm starten und beobachten, ob das Wasser korrekt in die Kammer fließt.
Vorbeugung
Schublade einmal pro Monat herausziehen und ausspülen. Weichspüler nicht überdosieren — eingedickter Weichspüler ist schwerer auszuspülen. Bei hartem Wasser regelmäßig entkalken.