Wasserdruck zu hoch — was tun?
Wasserdruck über 5 bar belastet Rohre und Dichtungen. Mit einem Manometer messen und per Druckminderer auf sichere 3 bis 4 bar einstellen.
Inhaltsverzeichnis
Dieser Artikel erklärt, wie du zu hohen Wasserdruck erkennst und durch einen Druckminderer behebst. Das Gegenproblem: Wasserdruck zu niedrig. Wenn der Hahn pfeift oder klopft: Wasserhahn pfeift. Tropfende Armaturen durch Dichtungsverschleiß: Wasserhahn tropft.
Wie erkenne ich zu hohen Wasserdruck?
- Wasser schießt beim Aufdrehen sehr stark aus dem Hahn.
- Hähne und Dichtungen tropfen häufiger — Dichtungen verschleißen schneller.
- Rohre klopfen oder schlagen (Wasserhammer).
- Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher haben häufig Probleme.
Normaler Versorgungsdruck: 2–4 bar. Problematisch: über 5–6 bar.
Druck messen
Mit einem einfachen Manometer, das an einem Hahn angeschraubt wird (ca. 10–15 € im Baumarkt). Den Hahn ganz aufdrehen und den Druck ablesen.
Druckminderer — die Lösung
Am Hauptwasserhahn (Hauswasseranschluss) wird ein Druckminderer (Druckreduzierventil) installiert. Dieser regelt den Druck auf einen gesunden Wert (meist 3–4 bar) herunter.
- Druckminderer kosten 30–80 € für das Gerät.
- Installation muss von einem zugelassenen Installateur durchgeführt werden.
- Viele Häuser haben bereits einen Druckminderer — dieser kann einfach nachgestellt werden (Einstellschraube, mit Manometer kontrollieren).
Vorhandenen Druckminderer einstellen
Druckminderer haben meist eine Einstellschraube (oben, unter einer Schutzkappe). Mit dem Manometer am Hahn: Schraube im Uhrzeigersinn = Druck erhöhen, gegen den Uhrzeigersinn = Druck senken. Auf 3–4 bar einstellen.
Fazit
Druck messen, Druckminderer einstellen oder nachrüsten. Schont Dichtungen, Rohre und Geräte erheblich.